Zielkonflikte & Herausforderungen: Rebound-Effekt beim Verkauf nachhaltiger Mode verhindern?

Gedanke oder Frage der Woche: Wie kann der Rebound-Effekt (oder gar Take-Back Effekt) beim Verkauf nachhaltiger Mode verhindert werden? Der Verkauf nachhaltiger Mode führt zu einer bestimmten, erwarteten Reduzierung der Umwelt- und Sozialkosten (z.B. 50% weniger Abwässer), solange Produktion und Verbrauch konstant gehalten werden. Allerdings kann der erwartete Nutzen dadurch wieder zunichte gemacht werden, dass die nachhaltig produzierte Mode zusätzlich zur konventionellen Mode verkauft und konsumiert wird.

Eine mögliche Lösung für das Problem wäre, Produktion und Konsum konstant zu halten. Die Herausforderung für die Industrie wäre dann: Wie kann die Produktion und der Konsum von Mode wirklich konstant gehalten werden und Produzenten und Konsumenten dazu gebracht werden wirklich von konventioneller Mode zu nachhaltiger Mode umzusteigen? Oder ist es möglich (und sinnvoll), zusätzlich Mode zu produzieren, ohne irgendwelche zusätzlichen ökologischen oder sozialen Kosten zu verursachen? Kann eine konsequent umgesetzte Kreislaufwirtschaft wie vom Cradle-To-Cradle-Ansatz vorgeschlagen oder eine Kultur des Teilens (Shareconomy) Lösungen für das Problem bieten?

Wenn sich die nachhaltige Modebranche damit begnügt, ein „Feel-Good-Additional“ zu sein, dann trägt sie nicht zu weniger Ressourcenverbrauch bei, sondern zu mehr.

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